Anselm Kiefer. Opus Magnum

Anselm Kiefer, Opus Magnum – Für Ingeborg Bachmann, das Sonnenschiff, 2015,
Kiefer-Sammlung Grothe im Franz Marc Museum
© Anselm Kiefer, Foto: collecto.art

Anselm Kiefer, Opus Magnum – Athanor, 2014,
Kiefer-Sammlung Grothe im Franz Marc Museum
© Anselm Kiefer, Foto: collecto.art

Anselm Kiefer, Opus Magnum – Daphne, 2016,
Kiefer-Sammlung Grothe im Franz Marc Museum
© Anselm Kiefer, Foto: collecto.art

 

Katalogbuch zur Ausstellung

Anselm Kiefer. Opus Magnum

Mit einem Vorwort von Cathrin Klingsöhr-Leroy, Essays von Jean-Michel Bouhours und Franziska Frei Gerlach, und Lyrik von Ferdinand von Schirach, Christoph Ransmayr und Marion Poschmann u.v.m..

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12. Juli 2020 bis 6. Juni 2021

Unter dem Titel Opus Magnum, hat Anselm Kiefer 2016 sechs großformatige Fotografien und dreiundzwanzig Vitrinen zusammengefasst. Wie Zeitkapseln enthalten diese Glasbehälter die verschiedenen Topoi seines Werks. Die durchsichtigen Schreine umfassen ein komplexes, assoziationsreiches Ensemble von Dingen und Bedeutungen. Sie sind zugleich transparent und dicht, leicht und schwer.

Von diesem Themenreichtum ausgehend fragt die Ausstellung nach der wichtigen Rolle von literarischen, mythologisch und biblischen Topoi im Werk Anselm Kiefers und stellt den Vitrinen kurze assoziative Texte von zeitgenössischen Schriftstellern, darunter Marion Poschmann, Christoph Ransmayr und Ferdinand von Schirach, gegenüber.

Über diesen literarischen Zugang werden die immer gleichen und stets aufs Neue variierten Motive Anselm Kiefers neu beleuchtet. Mit Georg Baselitz und Gerhard Richter gehörte Anselm Kiefer zu den deutschen Künstlern, die, während oder kurz nach Nationalsozialismus und Weltkrieg in Deutschland geboren, sich einem allgemeinen Schweigen über die jüngste Vergangenheit entgegenstellten: “Ich lebte unter Leuten, die alle dabei waren und nicht darüber reden wollten. Diese Zeit war ein leerer Raum.“, beschrieb er selbst die Situation. In engem Zusammenhang mit diesem Blick auf die Geschichte stehen Kiefers ideengeschichtliche Verwurzelung in der Romantik und die Verbindung von Mythologie und Moderne, die sein Werk charakterisiert.

DER NAHE BLICK:
Wir laden Sie herzlich ein, einen „nahen Blick“ auf eine der 23, von Anselm Kiefer gestalteten Vitrinen, zu werfen. Begleitet wird der Bilder-Zoom von assoziativ literarischen Zitaten von deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern.

VON DAPHNE BIS LILITH. WEIBLICHE GESTALTEN IM WERK ANSELM KIEFERSE
Ein Abend mit Elisabeth Bronfen, Nora Bossong & Klaus Reichert
Mo 19.4.21 // 20 Uhr // Stream
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TAGUNG IN KOOPERATION MIT DER EVANGELISCHEN AKADMIE TUTZING
„Stunde Null“?
25. – 27. Mai 2021
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