MARC, KANDINSKY, KIRCHNER SOULAGES, VOTH ...

Adolf Erbslöh, Brannenburg, 1911, Franz Marc Museum, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Foto: collecto.art

Der Rhythmus der Natur

16. Oktober 2022 bis 12. März 2023

 

Kunst und Natur – Natur und Kunst. Wie verhalten sie sich zueinander im 20. und 21. Jahrhundert, einer Epoche, in der die Künstler sich neue Gesetze und der Kunst neue Ziele geben?

Im Franz Marc Museum gehen wir dieser Frage nach. Werke von Hannsjörg Voth, Anselm Kiefer, Pierre Soulages, Willi Baumeister,  Fritz Winter, Serge Poliakoff, Franz Marc, August Macke, Paul Klee, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Otto Müller und anderen werden im Hinblick auf die Frage betrachtet, wie sie sich zur Natur verhalten. Denn auch wenn die Werke nicht das Ziel haben, die Natur zu spiegeln, bleiben sie ihr verbunden. Selbst das abstrakteste Bild geht von einer bestimmten Vorstellung der Natur aus und bezieht sich auf ihre vermeintlichen Grundstrukturen.

Wir zeigen Wiesen und Gärten, Blumen und Bäume, Flüsse und Seen, Flaneure im Park und Tiere auf der Weide.  Sind sie alle harmonisch eingebettet in die Natur? Wo zeichnen sich Brüche ab, wo bleibt nur die melancholische Erinnerung an ein verlorenes Paradies?

Welches Verständnis der menschlichen Natur zeigen Bildnisse von Alexej Jawlensky oder Paula Modersohn-Becker? Und warum verortet Fritz Winter seine Weltlebenbilder in der »großen Ordnung der kosmischen Verhältnisse«?

Und schließlich: Was motivierte Hannsjörg Voth und Ingrid Amslinger 1981 dazu, im Rahmen ihres Land Art Projektes Boot aus Stein wochenlang im Rhythmus der Natur zu leben und sich nicht nur an ihrer Schönheit zu freuen, sondern sich auch ihrer Gewalt auszusetzen?