Franz Marc. Die Skulpturen

Franz Marc, Pferd, 1908/09 (Detail), Franz Marc Museum, Franz Marc Stiftung, Dauerleihgabe der Erbengemeinschaft nach Maria Marc, Foto: collecto.art

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08. März bis 13. September 2020

Franz Marc hat sechzehn Skulpturen geschaffen, eine kleine, aber wichtige Werkgruppe, die parallel zu seinem malerischen und graphischen Oeuvre entsteht. Marcs Skulpturen spiegeln die wechselnden Interessen und Themen des Künstlers. So modelliert Marc seine große Schafsplastik und einzelne Schafe 1906 – 1908, als er die Sommermonate auf der Staffelalm verbringt. Seine bekannteste Skulptur, Zwei Pferde, entsteht 1909, während er seinen Text „Über das Tiermotiv in der Kunst“ schreibt. Nach Marcs Umzug von München nach Sindelsdorf, wo die im Haus lebenden Katzen ihm im Atelier Gesellschaft leisten, arbeitet Marc an einer Katze in Stein.

Marc setzt sich mit der zeitgenössischen Skulptur auseinander. So ist bei seinem großen Akt in Bronze der Einfluss Auguste Rodins unverkennbar. Ebenso deutlich wird aber sein neuer Ansatz bei der Tierplastik. Im Unterschied etwa zu August Gauls Skulpturen, die die Tiere in einer natürlichen Haltung zeigen, sind die Darstellungen Marcs durch eine abstrakte Vorstellung geprägt. Position und Bewegung der Tiere fügen sich einem imaginären, übergreifenden Rhythmus der Natur ein.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Beide Museen verfügen gemeinsam über fast alle Skulpturen, die Marc geschaffen hat. Dazu gehören auch die Entwürfe in Wachs, sowie seine Steinskulpturen. Dieser erstmalige Überblick über Marcs plastisches Werk wird zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Teil seines Oeuvres im Rahmen eines Studientages genutzt werden.

Der Blaue Reiter Das Moment der Abstraktion

August Macke, Cafe am See, 1913
Dauerleihgabe aus Privatbesitz,
Courtesy Thole Rotermund Kunsthandel, Hamburg
Foto: Walter Bayer, München

Franz Marc, Kleine Komposition, 1914
Franz Marc Museum, Franz Marc Stiftung,
Foto: collecto.art

Paul Klee, Mit d. mauve Dreieck, 1914
Franz Marc Museum, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, aus der Sammlung Rudolf Ibach,
Foto: Antje Zeis-Loi Medienzentrum Wuppertal

 

Ausstellungskatalog

Der aktuelle Ausstellungskatalog.

Hrgs.: Franz Marc Museumsgesellschaft durch Cathrin Klingsöhr-Leroy . Mit einem Vorwort von Cathrin Klingsöhr-Leroy und einem Aufsatz von Julia Voss. 112 Seiten, 50 farbige Abbildungen

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13. Oktober 2019 – 03. Mai 2020

Eine neue, bedeutende Dauerleihgabe, das Gemälde August Mackes, „Café am See“ von 1913 ist Anlass, die verschiedenen Abstraktionstendenzen, die die Künstler des „Blauen Reiters“ in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entwickelten, nebeneinanderzustellen.

Trotz der Unterschiedlichkeit der Ansätze, die auf jeweils anderen theoretischen Überlegungen der Künstler basieren, gibt es gemeinsame Wurzeln in der Suche nach dem spezifisch „Geistigen in der Kunst“, dem Versuch, den „wesentlichen Kern“ hinter der Erscheinung der Dinge zu finden und darzustellen. Bis auf Kandinsky folgten die Künstler des „Blauen Reiters“ bei diesem Abstraktionsvorgang der Inspiration durch den französischen Orphismus, insbesondere der Malerei Robert Delaunays, den sie in Paris um 1912 persönlich kennenlernten und der in diesen Jahren in Berlin und in München ausstellte.

Die Studioausstellung im Franz Marc Museum, die weitgehend auf den eigenen Beständen basiert, wird neben Gemälden auch Zeichnungen und Graphik, Skizzenbuchblätter und Ölskizzen vorstellen.