Karin Kneffel. Im Bild

Karin Kneffel, Ohne Titel, 2016/06
Foto: Karin Kneffel, © VG Bildkunst 2021/22

Katalog zur Ausstellung

 

Karin Kneffel
Im Bild / In the Picture
Herausgegeben von der / edited for Franz Marc Museumsgesellschaft
durch / by Cathrin Klingsöhr Leroy
Mit Texten von Burcu Dogramaci, Cathrin Klingsöhr-Leroy und Christiane Lange.
128 Seiten, 50 farbige Abbildungen, dt./engl.
Schirmer/Mosel Verlag, München, 2022
ISBN 978-3-9818979-8-2 (Museumsausgabe)
29,80 €
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29. Mai bis 3. Oktober 2022

Karin Kneffel (*1957), Meisterschülern Gerhard Richters an der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigt sich seit über zehn Jahren in einer Serie von Gemälden und Aquarellen mit den Krefelder Villen Haus Lange und Haus Esters, die von Ludwig Mies van der Rohe Ende der zwanziger Jahre gebaut wurden. Karin Kneffel verfolgte den Weg der Gemälde und Skulpturen er bedeutenden Kunstsammlung von Hermann Lange bis in die Museen, in denen sich diese Werke heute meist befinden. Dabei werden die Situationen auf ihren Bildern verunklart: Heute oder früher? Realität oder Fiktion?  – wird der irritierte Betrachter sich fragen, dessen Blick in unbekannte Räume durch beschlagene oder mit Regentropfen überzogene Scheiben gebrochen wird.Der durch die illusionistische Malerei Kneffels hervorgerufene Trompe l´Oeil -Effekt zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er macht bewusst, dass die Werke der Sammlung Lange neben ihrer heutigen strahlenden Präsenz im Museum eine Geschichte haben, die auf den Gemälden abzulesen ist. Zum Bespiel gelangten August Mackes Große Promenade oder Wassily Kandinskys Improvisation 21 aus der privaten Villa Herrmann Langes in verschiedene museale Räume bis sie im Franz Marc Museum vorläufig „ankamen.
Neben über dreißig Gemälden von Karin Kneffel zeigt die Ausstellung Werke der klassischen Moderne, Bilder von Kokoschka, Kandinsky, Macke und Kirchner, die man in den Gemälden Kneffels wiederentdeckt.