Der Blaue Reiter. Das Moment der Abstraktion

13. Oktober 2019 – 03. Mai 2020

Eine neue, bedeutende Dauerleihgabe, das Gemälde August Mackes, Café am See von 1913 ist Anlass, die verschiedenen Abstraktionstendenzen, die die Künstler des „Blauen Reiters“ in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entwickelten, nebeneinanderzustellen.

Trotz der Unterschiedlichkeit der Ansätze, die auf jeweils anderen theoretischen Überlegungen der Künstler basieren, gibt es gemeinsame Wurzeln in der Suche nach dem spezifisch „Geistigen in der Kunst“, dem Versuch, den „wesentlichen Kern“ hinter der Erscheinung der Dinge zu finden und darzustellen. Bis auf Kandinsky folgten die Künstler des „Blauen Reiters“ bei diesem Abstraktionsvorgang der Inspiration durch den französischen Orphismus, insbesondere der Malerei Robert Delaunays, den sie in Paris um 1912 persönlich kennenlernten und der in diesen Jahren in Berlin und in München ausstellte.

Die Studioausstellung im Franz Marc Museum, die weitgehend auf den eigenen Beständen basiert, wird neben Gemälden auch Zeichnungen und Graphik, Skizzenbuchblätter und Ölskizzen vorstellen.

 

August Macke, Cafe am See, 1913, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Courtesy Thole Rotermund Kunsthandel Hamburg Foto: Walter Bayer, München

Franz Marc, Kleine Komposition, 1914, Franz Marc Museum, Franz Marc Stiftung, Foto: collecto.art

Paul Klee, Mit d. mauve Dreieck, 1914, Franz Marc Museum, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, aus der Sammlung Rudolf Ibach, Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal