Ein impressionistisches Gemälde mit rosa und weißen Blumen mit grünen Blättern vor einem blauen und grünen, drapierten Stoffhintergrund mit roten Akzenten.

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Maria
Franck-Marc

21. Juni 2026
bis 27. September 2026

21. Juni 2026
bis 27. September 2026

Anlässlich des 150. Geburtstags von Maria Franck-Marc und im 40. Jubiläumsjahr des Franz Marc Museums widmet sich das Museum erstmals in einer eigenen Ausstellung der Künstlerin Maria Franck-Marc (1876–1955). Die Ausstellung nimmt ihre künstlerische Arbeit sowie ihre Rolle innerhalb der Kunst- und Rezeptionsgeschichte der Klassischen Moderne in den Blick und eröffnet neue Perspektiven auf eine bislang wenig beleuchtete Position.

Im Zentrum stehen Franck-Marcs Auseinandersetzung mit Natur, Stillleben und Porträt sowie ihr Interesse an Motiven, die im Alltag und im unmittelbaren Lebensumfeld verankert sind. Anstatt Wirklichkeit zu imitieren, zielte ihre künstlerische Praxis auf eine Verdichtung des Wahrgenommenen und auf die Suche nach einem „Wesenhaften“. Damit entwickelte sie eine eigenständige Bildsprache, die sich bewusst von jenen modernen Strömungen unterschied, die sich zunehmend der reinen Abstraktion zuwandten.

Zugleich thematisiert die Ausstellung die Bedingungen, unter denen Maria Franck-Marc als Künstlerin lange Zeit nur randständig wahrgenommen wurde. Ihr Werk stand über Jahrzehnte im Schatten ihres Ehemanns Franz Marc, dessen Nachlass sie nach seinem frühen Tod maßgeblich betreute, bewahrte und vermittelte. Diese bewusste wie strukturell geprägte Zurückstellung der eigenen künstlerischen Sichtbarkeit prägte nachhaltig ihre Rezeption.

Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Maria Franck-Marc als eigenständige Akteurin der Moderne neu zu betrachten und etablierte kunsthistorische Narrative kritisch zu hinterfragen. Sie leistet damit einen Beitrag zu einer differenzierten Neubewertung weiblicher Positionen im Umfeld des Blauen Reiters und der Klassischen Moderne.

Ein farbenfrohes abstraktes Gemälde mit grünen Blättern, roten Beeren, rosafarbenen Wirbeln und leuchtend blauen und gelben Pinselstrichen, das an eine üppige, tropische Gartenszene erinnert.

Licht wird Farbe.

Reisen nach Tunesien

11. Oktober 2026
bis 17. Januar 2027

11. Oktober 2026
bis 17. Januar 2027

Abstrakte Aquarellmalerei einer Stadtlandschaft mit kuppelförmigen Gebäuden in sanften Gelb-, Orange-, Violett- und Blautönen. Die geometrischen Formen und die verträumte Atmosphäre evozieren eine Vorschau auf kommende Ausstellungen.

Was geschieht, wenn Künstler:innen aufbrechen – in ein fremdes Licht, in andere Farben, in eine Welt, die sie so noch nie gesehen haben? Die Ausstellung Licht wird Farbe lädt ein, zwei zentrale Reisen der europäischen Kunstgeschichte neu zu entdecken: die Tunesienreise von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky (1904/05) sowie die von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet (1914).

Das Licht Nordafrikas veränderte alles. Macke aquarellierte mit einer Energie, die ihresgleichen sucht – in wenigen Wochen entstand eine Folge von Aquarellen, die zu den leuchtendsten der europäischen Kunstgeschichte zählen. Klee erlebte in Kairouan einen künstlerischen Wendepunkt und hielt im Tagebuch fest: „Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“ Und Gabriele Münter fotografierte mit ihrer Kodak-Kamera Straßenszenen, Gassen und Märkte – ein fotografisches Werk, das eine ungewöhnlich präzise, weibliche Perspektive auf das Tunesien der Jahrhundertwende eröffnet.

Die Ausstellung versammelt Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien dieser außergewöhnlichen Reisen. Sie zeigt, wie die Begegnung mit dem südlichen Licht, der islamischen Ornamentik und der Architektur der Medinas den Weg in die Abstraktion ebnete. Die Begegnung mit Tunesien war aber auch ein europäischer Blick, geprägt von kolonialen Strukturen, die das Reisen erst ermöglichten und die Wahrnehmung des Landes formten. Die Ausstellung nimmt diese Ambivalenz ernst und lädt dazu ein, die Werke sowohl als Zeugnisse künstlerischer Transformation wie auch als Dokumente ihrer Zeit zu betrachten.

Licht wird Farbe ist eine Einladung zur Neugier – auf leuchtende Bilder, auf spannende Hintergründe und auf Fragen, die bis heute aktuell sind: Was sehen wir, wenn wir reisen? Und wessen Welt sehen wir dabei eigentlich?

Abstraktes Gemälde mit zerklüfteten Berggipfeln in Grün-, Blau- und Violetttönen, mit geometrischen Formen und scharfen Linien; warme Farben im Hintergrund lassen einen bunten Himmel vermuten. Ein Hauch von Zoo und Moderne durchdringt die Szene. Signatur und Datum oben rechts.

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