Abstraktes Aquarellbild mit architektonischen Formen, inspiriert von „Zoo und Moderne“, mit sanften, sich überlappenden Farbflächen in gedämpften Rosa-, Beige- und Blautönen. Abgerundete Kuppeln und Bögen lassen an Gebäude denken, wobei ein Bauwerk mit einer auffälligen blauen Kuppel auf der rechten Seite besonders hervorsticht.

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Licht wird Farbe.

Reisen nach Tunesien

11. Oktober 2026
bis 17. Januar 2027

11. Oktober 2026
bis 17. Januar 2027

Was geschieht, wenn Künstler:innen aufbrechen – in ein fremdes Licht, in andere Farben, in eine Welt, die sie so noch nie gesehen haben? Die Ausstellung Licht wird Farbe lädt ein, zwei zentrale Reisen der europäischen Kunstgeschichte neu zu entdecken: die Tunesienreise von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky (1904/05) sowie die von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet (1914).

Das Licht Nordafrikas veränderte alles. Macke aquarellierte mit einer Energie, die ihresgleichen sucht – in wenigen Wochen entstand eine Folge von Aquarellen, die zu den leuchtendsten der europäischen Kunstgeschichte zählen. Klee erlebte in Kairouan einen künstlerischen Wendepunkt und hielt im Tagebuch fest: „Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“ Und Gabriele Münter fotografierte mit ihrer Kodak-Kamera Straßenszenen, Gassen und Märkte – ein fotografisches Werk, das eine ungewöhnlich präzise, weibliche Perspektive auf das Tunesien der Jahrhundertwende eröffnet.

Die Ausstellung versammelt Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien dieser außergewöhnlichen Reisen. Sie zeigt, wie die Begegnung mit dem südlichen Licht, der islamischen Ornamentik und der Architektur der Medinas den Weg in die Abstraktion ebnete. Die Begegnung mit Tunesien war aber auch ein europäischer Blick, geprägt von kolonialen Strukturen, die das Reisen erst ermöglichten und die Wahrnehmung des Landes formten. Die Ausstellung nimmt diese Ambivalenz ernst und lädt dazu ein, die Werke sowohl als Zeugnisse künstlerischer Transformation wie auch als Dokumente ihrer Zeit zu betrachten.

Licht wird Farbe ist eine Einladung zur Neugier – auf leuchtende Bilder, auf spannende Hintergründe und auf Fragen, die bis heute aktuell sind: Was sehen wir, wenn wir reisen? Und wessen Welt sehen wir dabei eigentlich?

Ein abstraktes Gemälde mit farbenfrohen Blumen und wirbelnden Pinselstrichen, das Einflüsse des „Zoo“ und der Moderne vereint und in dem markante rote, gelbe und weiße Blüten im Mittelpunkt stehen, umgeben von leuchtend grünen Blättern und blauen Akzenten.

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